Dass beim deutschen Wald vieles nicht zum Besten steht und dringend etwas passieren muss ist in der Großen Koalition unbestritten. Strittig ist aber das WIE.

Die sog. „Waldstrategie 2020“ läuft Ende des Jahres aus.

Während das Landwirtschaftsministerium (CDU) wirtschaftliche Interessen stärker berücksichtigen will plädiert das Umweltministerium (SPD) für mehr Natur ohne menschliche Nutzung. Nach dem Positionspapier „Für eine naturnahe und klimastabile Waldzukunft“ soll der Wald künftig weniger der Holzgewinnung sondern deutlich mehr dem Klima- und Artenschutz dienen. Es geht darum, „Waldböden zu schützen, den Wasserhaushalt zu verbessern, den Anteil ungenutzter Waldflächen zu steigern und insbesondere auch alte Wälder zu bewahren und Totholzanteile zu erhöhen“. Waldbesitzer, die zum Klimaschutz beitragen, sollen dafür „angemessen honoriert“ werden.

„Für eine naturnahe und klimastabile Waldzukunft“

Das Positionspapier des Umweltressorts stimmt hoffnungsvoll, denn es zeigt den richtigen Weg. Die Bedeutung des Waldes für Klima und Natur sowie für Pflanzen und Tiere ist wichtiger als gewinnorientierte Holznutzung. Bleibt zu hoffen, dass die künftige, wahrscheinlich schwarz-grüne Bundesregierung diese Ziele umsetzt.

Weltnaturerbe und Nationalpark „Steigerwald“

Beim Nordsteigerwald würden wir damit unseren Zielen ein Stück näher kommen. Die Bayerische Staatsregierung könnte dann nicht nur Loblieder auf den Nationalpark „Bayerischer Wald“ singen sondern auch den Steigerwald rühmen.