Autor: Günther Denzler (Seite 1 von 3)

Kirchenaustritt

Mal ist es die Regensburger Rede von Papst Benedikt, mal der Austritt aus der Schwangerenberatung, mal die Frage der Frauenordination und die Sexualmoral oder die Missbrauchsaufarbeitung und die Voten der Glaubenskongregation zur Mahlgemeinschaft und zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare, womit man seinen Kirchenaustritt begründet.

Die Suche nach Rechtfertigungsgründen

Ich bin davon überzeugt, dass die Mehrheit derjenigen, die der Kirche den Rücken kehren, es ohnehin vorhatten. Meist sind es Menschen, die eine distanzierte oder gleichgültige Beziehung zur Kirche pflegen und nach einer passenden Rechtfertigung suchen.

keiner sagt, er will die Kirchensteuer sparen

Für Kirchenmüde gibt es ausreichend Vorwände, aus der kath. Kirche auszutreten. Ich glaube, dass bei vielen, die der Kirche ohnehin fern stehen, das Ersparen der Kirchensteuer eine nicht unmaßgebliche Rolle spielt – aber wer gibt so etwas Profanes schon gerne öffentlich zu!

Ohne Einheit zerlegt sich die Kirche in Deutschland selbst

Die „Wahrung der Einheit“ ist Aufgabe der Bischöfe. Bischof Bätzing steht den Zielen des „Synodalen Weges“ positiv gegenüber und die breite Mehrheit der deutschen Bischöfe schweigt dazu. Die Bischöfe Maria Hanke, Stefan Oster, Rudolf Voderholzer u.a., die hinter den Voten aus Rom stehen, werden ignoriert.

Wird die Kirche attraktiver, wenn sie dem Zeitgeist folgt?

Viele unserer Bischöfe glauben das offenbar und wollen, dass sich die Kirche den Anforderungen der säkularen Welt anpasst. Theologie sei immer zeitgeistig gewesen, sagt der Mainzer Bischof Kohlgraf und Kardinal Marx befürchtet, dass die Kirche den Anschluss an die „neue Epoche“ verpasst.

Die Grundfrage in diesem Konflikt lautet:

Gibt es „zeitlos gültige Wahrheiten“, an denen die Kirche festhalten muss oder ist es Aufgabe der Kirche, sich stets geschmeidig dem Zeitgeist anzupassen? Die 2.000 jährige Geschichte unserer Kirche mit all ihren Märtyrern zeigt, dass sie sich nicht an eine antike, heidnische oder moderne säkulare Welt angepasst hat.

Die Wahrheit gerät aus der Mode – warum gesellschaftliche Ächtung oder gar den Tod riskieren

Die „neue Epoche der Kirche“, von der Kardinal Marx spricht, kennt keine „Wahrheit“ mehr, für die man gesellschaftliche Ächtung oder – in manchen Teilen der Erde – sogar den Tod riskiert. Die Mehrheit des deutschen Episkopats schweigt dazu und nimmt damit billigend in Kauf, sich von „zeitlos gültigen Wahrheiten“ der Weltkirche zu verabschieden und sich gegen Rom zu stellen um in Deutschland gesellschaftlich anschlussfähig zu bleiben.

Die Thesen des Synodal-Forums I

wer diese Thesen liest, merkt schnell, wohin die Reise gehen soll. Ich bin davon überzeugt und bete darum, dass der Grundtext des Synodal-Forums I in dieser Form nie die Grundlage des kirchlichen Lebens in Deutschland wird. Mit Papst Franziskus hoffe ich, „dass der Hl. Geist endlich den Synodalen Weg erfassen möge“

Bischöfe sägen den Ast ab, auf dem sie sitzen

Sollte dieser Text final beschlossen werden, hätten die deutschen Bischöfe den Ast abgesägt, auf dem sie sitzen und könnten ihre Mitra Komikern und Kabarettisten überlassen, die ja jetzt bekanntlich in deutschen Kirchen predigen dürfen.

Sie jammern, statt für Klarheit zu sorgen

Unsere Oberhirten jammern und reden von der nicht mehr systemrelevanten Kirche und ihrem desaströsen Erscheinungsbild und erzeugen ein Betroffenheitsklima, das Atemnot auslöst.

Auch in der Apostelgeschichte gab es Sünde und Schuld

Auch die Evangelien kennen schwierige Situationen, in denen Jesus und später die Apostel Antworten geben mußten – sie haben mutig für Klarheit gesorgt und nicht gejammert, auch wenn viele Anstoß nahmen und wieder gegangen sind.

Evangelisierung ist das Gebot der Stunde

Seit über 50 Jahren wird die Glaubensweitergabe in den Familien und im Religionsunterricht unseres Landes vernachlässigt. Wie aber sollen Eltern, die selbst die christlichen Glaubensinhalte nicht mehr kennen, ihre Kinder religiös erziehen. Evangelisierung ist deshalb das Gebot der Stunde – aber die darf auf dem Synodalen Weg ja nicht behandelt werden.

Ein zweiseitiges Schwert

Donald Trump wurde als noch amtierender Präsident der ältesten Demokratie der Welt stummgeschaltet. Die sozialen Netzwerken Facebook, Instagram und Twitter haben seine Plattformen gesperrt. In Deutschland wird dies überwiegend begrüßt.

Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut

Die Aussperrung berührt aber einen Aspekt, der für die Demokratie von grundlegender Bedeutung ist, denn sie stellt einen Eingriff in die Meinungsfreiheit dar. Dieses Vorgehen könnte gerade dort Schule machen, wo es ohnehin um das Recht auf freie Meinungsäußerung schlecht bestellt ist. Der russische Oppositionelle Alexey Nawalny, der gerade einen Giftanschlag überlebt hat, warnt davor: „Jedesmal wenn sie jemand zum Schweigen bringen wollen, werden sie sagen: ´Das ist doch gang und gäbe, selbst Trump wurde auf Twitter blockiert`“

Zukunft „deutscher Wald“ ?

Dass beim deutschen Wald vieles nicht zum Besten steht und dringend etwas passieren muss ist in der Großen Koalition unbestritten. Strittig ist aber das WIE.

„Du wirst mehr in Wäldern finden als in Büchern. Bäume lehren dich Dinge, die dir kein Mensch sagen kann.“

Bernhard von clairvaux

Die sog. „Waldstrategie 2020“ läuft Ende des Jahres aus.

Während das Landwirtschaftsministerium (CDU) wirtschaftliche Interessen stärker berücksichtigen will plädiert das Umweltministerium (SPD) für mehr Natur ohne menschliche Nutzung. Nach dem Positionspapier „Für eine naturnahe und klimastabile Waldzukunft“ soll der Wald künftig weniger der Holzgewinnung sondern deutlich mehr dem Klima- und Artenschutz dienen. Es geht darum, „Waldböden zu schützen, den Wasserhaushalt zu verbessern, den Anteil ungenutzter Waldflächen zu steigern und insbesondere auch alte Wälder zu bewahren und Totholzanteile zu erhöhen“. Waldbesitzer, die zum Klimaschutz beitragen, sollen dafür „angemessen honoriert“ werden.

„Für eine naturnahe und klimastabile Waldzukunft“

Das Positionspapier des Umweltressorts stimmt hoffnungsvoll, denn es zeigt den richtigen Weg. Die Bedeutung des Waldes für Klima und Natur sowie für Pflanzen und Tiere ist wichtiger als gewinnorientierte Holznutzung. Bleibt zu hoffen, dass die künftige, wahrscheinlich schwarz-grüne Bundesregierung diese Ziele umsetzt.

Weltnaturerbe und Nationalpark „Steigerwald“

Beim Nordsteigerwald würden wir damit unseren Zielen ein Stück näher kommen. Die Bayerische Staatsregierung könnte dann nicht nur Loblieder auf den Nationalpark „Bayerischer Wald“ singen sondern auch den Steigerwald rühmen.

„Die Natur hat nie aufgehört, zu uns zu sprechen. Wir haben nur aufgehört, auf sie zu hören“

weisheit der Indianer

Antisemitismus in Deutschland

In einer großen deutschen Tageszeitung war am 2. August 2020 zu lesen: Laut Kriminalstatistik werden fast 90% aller antisemitischen Straftaten von Rechtsextremen begangen. Antisemitische Vorfälle, bei denen die Täter nicht zu ermitteln werden können, werden dabei dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet. wenn man allerdings Juden in Deutschland befragt, so in dem Artikel, von wem sie regelmäßig bespuckt, angepöbelt und angegriffen werden, dann lautet die Antwort: „Araber“

Wer auf diese Verhältnisse hinweist, läuft in Deutschland Gefahr, der Islamophobie bezichtigt oder als Nazi beschimpft zu werden. Wenn das oben Gesagte aber stimmt, fördern dann nicht diejenigen, die die schleichende Islamisierung verharmlosen und die mit der Massenzuwanderung von Muslimen verbundenen Gefahren relativieren zumindest mittelbar den Antisemitismus in Deutschland?

„Abtreibung ist kein Verbrechen“

verkündet Barbara John, die Berliner Diözesanvorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB). MdB Maria Flachsbarth, die Bundesvorsitzende des KDFB, stimmt ihr zu. Sie unterstützt außerdem die Organisation „She decides“ (dt: Sie entscheidet), die mit IPPF, dem weltweit größten Anbieter vorgeburtlicher Kindstötung, zusammenarbeitet. Diese Position steht im klaren Gegensatz zum II. Vatikanischen Konzil.

Katholischer Deutscher Frauenbund auf Abwegen

In „Gaudium et spes“ werden Abtreibung und Tötung eines Kindes als „verabscheuungswürdiges Verbrechen“ (GS 51,3) bezeichnet. Es ist erstaunlich, dass sich keine Untergliederung und keines der 180.000 Mitglieder des KDFB von diesen Aussagen ihrer Spitzenfunktionäre distanziert.

Sie wollen nicht mehr „Salz der Erde“ sein

Offenbar will der aus Kirchensteuern alimentierte deutsche Gremienkatholizismus nicht mehr „Sauerteig“ und „Salz der Erde“ sein. Sie laufen lieber dem Zeitgeist hinterher. Das gilt auch für katholische Diözesanräte, die den Teilnehmern am jährlichen „Marsch für das Leben“ eine rechtsextreme Gesinnung unterstellen.

Islamistischer Terror in Europa

Gestern Nizza, heute Wien – und morgen? Der islamistische Terror ist in Europa allgegenwärtig. Die offiziellen Vertreter des Islam sollten endlich beweisen, wie es um ihre Bereitschaft zu Frieden und Toleranz steht, statt bei jeder Kritik über die

Die Kritik am politischen Islam ist berechtigt

„wachsende Islamophobie“ zu jammern. Es ist richtig, dass sie wächst – sie wächst mit jedem Terrorakt und mit jeder neuen menschenverachtenden Grausamkeit, die von jenen „Gläubigen“ ausgehen, die sich auf den Islam, den Koran und ihren Propheten berufen.

Der Islam muss Terror konsequent ächten

Das Hauptproblem aller friedliebenden Muslime in Europa sind die gewaltbereiten Muslime. Deshalb sollten die muslimischen Führer alles tun, das Gewaltpotential in den eigenen Reihen in den Griff zu bekommen. Mit Bedauern und Distanzierung ist es nicht mehr getan. Der Islam muss beweisen, dass er rechtsstaatskonform und gesetzestreu agieren kann und Terroristen und Parallelgesellschaften konsequent ächten.

Art.6 GG: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Staates“

Die Systemrelevanz der Familie wird den meisten von uns gerade in Corona-Zeiten wieder sehr bewußt. Leider finden „Ehe“ und „Familie“ in der Politik kaum noch Erwähnung.

SPD für „Mit-Mutterschaft“ (neu:§ 1591Abs.2 BGB)

In der Großen Koalition und in der Opposition genießen beide Institutionen geringe Wertschätzung. Hochkonjunktur hat die Diskussion über die „Vielfalt von Lebensformen“. Das SPD-geführte Justizministerium möchte eine „Mit-Mutterschaft“ einführen. Der neue Abs.2 des § 1591BGB lautet: „Mutter eines Kindes ist neben der leiblichen Mutter auch die Frau, die zum Zeitpunkt der Geburt mit der leiblichen Mutter verheiratet ist oder die die Mutterschaft anerkannt hat“. Dies bedeutet konkret, dass für lesbische Paare eine Adoption nicht mehr notwendig ist. Elternschaft ist damit nicht mehr dem Staat vorgegeben sondern von der Anerkennung des Staates abhängig. Die Institution „Ehe“, die aus Mann und Frau besteht und die durch Art.6 Grundgesetz geschützt ist, wird damit ihres Inhalts beraubt.

Regenbogenfamilien und Vielelternschaft

Grüne und FDP/JuLi fordern, dass im Familienrecht die Bezeichnungen Vater und Mutter durch den Begriff „Elternteil“ ersetzt werden. Es soll die „Vielelternschaft“ eingeführt werden d.h. ein Kind kann bis zu 4 Elternteile haben.

Einführung der „Verantwortungsgemeinschaft“

Neben der Ehe sollen alternative Lebensgemeinschaften aufgewertet und gefördert werden (Bundestagsdrucksache 19/16454). Die Rechtsform der „Verantwortungsgemeinschaft“ will „größtmögliche Flexibilität bei maximaler Selbstbestimmung“. Vorgesehen ist, dass dieser Pakt „unbürokratisch geschlossen“ und „jederzeit konsensual oder durch einseitige Erklärung nach einer Übergangsfrist aufgelöst“ werden kann. Hierüber soll am Standesamt lediglich ein Register geführt werden.

Anhaltendes Glück setzt Anstrengung voraus

Die moderne Glücksforschung zeigt, dass auf dem Wege der Animation und der Bequemlichkeit Glück nicht zu erreichen ist. Glück setzt Anstrengung, die Annahme von Herausforderungen und die Überwindung von Schwierigkeiten voraus. Unsere Gesellschaft ist zunehmend von Fragmentierung Egoismus und Konsum geprägt. Deshalb sind Stabilität, Solidarität und Verlässlichkeit besonders wichtig. Die neue Rechtsform bewirkt aber das Gegenteil. Ein lockeres „persönliches Näheverhältnis“ läuft Gefahr zum Wegwerf-Artikel zu werden, weil das Weglaufen vor Problemen erleichtert und indirekt sogar als Lösung expressis verbis benannt wird.

Wo bleibt das Bekenntnis der C – Parteien?

Als langjähriger CSU-Mandatsträger und als Ehrenvorsitzender verschiedener CSU-Gremien vermisse ich ein klaren Bekenntnis meiner Partei zur Institution „Ehe“. Dienstbereitschaft und das Miteinander und Füreinander auch in Beziehungskrisen werden in der auf Dauer angelegten Ehe in einem höheren Maße bedacht werden als in den oben beschriebenen lockeren „Persönlichen Näheverhältnissen“, bei denen man einfach weglaufen kann, wenn es Schwierigkeiten gibt und man seine eigenen Interessen nicht durchsetzen kann.

Kuba: Urlaub 2020

7 Tage Kreuzfahrt und 7 Tage Kuba: Havanna, Santiago de Cuba … und dann noch einige Tage Erholung am Traumstrand Varadero. Es waren erlebnisreiche wunderbare Tage. Corona hat unsere Rückkehr nach Deutschland fast verhindert. Mit einem der letzten Flugzeuge kamen wir Mitte März von Havanna über Madrid in München an mit vielen neuen Eindrücken.

Kuba ist eine wunderbare Insel

Kuba verfügt über ein angenehmes Klima, eine üppige Vegetation und wunderbare Strände – alles was für Wohlstand und Glück notwendig ist. Der Tourismus boomt. Doch außerhalb dieser Zentren sind die Menschen arm, bettelarm. In den Bergregionen fehlt es am Notwendigsten und die Menschen leben in Behausungen, die bei uns nichteinmal als Hühnerställe gut genug wären.

Die Revolution von 1959 hat keinen Wohlstand gebracht

Allüberall im öffentlichen Raum wird der Sieg der Revolution mit Denkmälern und auf Plakaten verherrlicht. Den Menschen, die nicht in der Tourismusbranche tätig sind, hat die Revolution keinen Wohlstand und wenig Freude gebracht. Sie wirken apathisch und sind für kleinste Geschenke und Aufmerksamkeiten dankbar.

Cayman Island und Jamaika

Auf den Nachbarinseln Cayman Island und Jamaika, die wir besucht haben, wirken die Menschen freier, fröhlicher, aufgeschlossener und glücklicher als in Cuba. Die meisten sind auch nicht reich, aber sie haben zumindest genug zum Leben.

Cubas Hauptstadt Havanna
Santiago de Cuba – Die Wiege der Revolution
von diesem Balkon aus verkündete Fidel Castro 1959 den Sieg der Revolution
Jamaika
Traumstrand Varadero
Wir haben den Urlaub genossen
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