Autor: Günther Denzler (Seite 2 von 3)

Art.6 GG: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Staates“

Die Systemrelevanz der Familie wird den meisten von uns gerade in Corona-Zeiten wieder sehr bewußt. Leider finden „Ehe“ und „Familie“ in der Politik kaum noch Erwähnung.

SPD für „Mit-Mutterschaft“ (neu:§ 1591Abs.2 BGB)

In der Großen Koalition und in der Opposition genießen beide Institutionen geringe Wertschätzung. Hochkonjunktur hat die Diskussion über die „Vielfalt von Lebensformen“. Das SPD-geführte Justizministerium möchte eine „Mit-Mutterschaft“ einführen. Der neue Abs.2 des § 1591BGB lautet: „Mutter eines Kindes ist neben der leiblichen Mutter auch die Frau, die zum Zeitpunkt der Geburt mit der leiblichen Mutter verheiratet ist oder die die Mutterschaft anerkannt hat“. Dies bedeutet konkret, dass für lesbische Paare eine Adoption nicht mehr notwendig ist. Elternschaft ist damit nicht mehr dem Staat vorgegeben sondern von der Anerkennung des Staates abhängig. Die Institution „Ehe“, die aus Mann und Frau besteht und die durch Art.6 Grundgesetz geschützt ist, wird damit ihres Inhalts beraubt.

Regenbogenfamilien und Vielelternschaft

Grüne und FDP/JuLi fordern, dass im Familienrecht die Bezeichnungen Vater und Mutter durch den Begriff „Elternteil“ ersetzt werden. Es soll die „Vielelternschaft“ eingeführt werden d.h. ein Kind kann bis zu 4 Elternteile haben.

Einführung der „Verantwortungsgemeinschaft“

Neben der Ehe sollen alternative Lebensgemeinschaften aufgewertet und gefördert werden (Bundestagsdrucksache 19/16454). Die Rechtsform der „Verantwortungsgemeinschaft“ will „größtmögliche Flexibilität bei maximaler Selbstbestimmung“. Vorgesehen ist, dass dieser Pakt „unbürokratisch geschlossen“ und „jederzeit konsensual oder durch einseitige Erklärung nach einer Übergangsfrist aufgelöst“ werden kann. Hierüber soll am Standesamt lediglich ein Register geführt werden.

Anhaltendes Glück setzt Anstrengung voraus

Die moderne Glücksforschung zeigt, dass auf dem Wege der Animation und der Bequemlichkeit Glück nicht zu erreichen ist. Glück setzt Anstrengung, die Annahme von Herausforderungen und die Überwindung von Schwierigkeiten voraus. Unsere Gesellschaft ist zunehmend von Fragmentierung Egoismus und Konsum geprägt. Deshalb sind Stabilität, Solidarität und Verlässlichkeit besonders wichtig. Die neue Rechtsform bewirkt aber das Gegenteil. Ein lockeres „persönliches Näheverhältnis“ läuft Gefahr zum Wegwerf-Artikel zu werden, weil das Weglaufen vor Problemen erleichtert und indirekt sogar als Lösung expressis verbis benannt wird.

Wo bleibt das Bekenntnis der C – Parteien?

Als langjähriger CSU-Mandatsträger und als Ehrenvorsitzender verschiedener CSU-Gremien vermisse ich ein klaren Bekenntnis meiner Partei zur Institution „Ehe“. Dienstbereitschaft und das Miteinander und Füreinander auch in Beziehungskrisen werden in der auf Dauer angelegten Ehe in einem höheren Maße bedacht werden als in den oben beschriebenen lockeren „Persönlichen Näheverhältnissen“, bei denen man einfach weglaufen kann, wenn es Schwierigkeiten gibt und man seine eigenen Interessen nicht durchsetzen kann.

Kuba: Urlaub 2020

7 Tage Kreuzfahrt und 7 Tage Kuba: Havanna, Santiago de Cuba … und dann noch einige Tage Erholung am Traumstrand Varadero. Es waren erlebnisreiche wunderbare Tage. Corona hat unsere Rückkehr nach Deutschland fast verhindert. Mit einem der letzten Flugzeuge kamen wir Mitte März von Havanna über Madrid in München an mit vielen neuen Eindrücken.

Kuba ist eine wunderbare Insel

Kuba verfügt über ein angenehmes Klima, eine üppige Vegetation und wunderbare Strände – alles was für Wohlstand und Glück notwendig ist. Der Tourismus boomt. Doch außerhalb dieser Zentren sind die Menschen arm, bettelarm. In den Bergregionen fehlt es am Notwendigsten und die Menschen leben in Behausungen, die bei uns nichteinmal als Hühnerställe gut genug wären.

Die Revolution von 1959 hat keinen Wohlstand gebracht

Allüberall im öffentlichen Raum wird der Sieg der Revolution mit Denkmälern und auf Plakaten verherrlicht. Den Menschen, die nicht in der Tourismusbranche tätig sind, hat die Revolution keinen Wohlstand und wenig Freude gebracht. Sie wirken apathisch und sind für kleinste Geschenke und Aufmerksamkeiten dankbar.

Cayman Island und Jamaika

Auf den Nachbarinseln Cayman Island und Jamaika, die wir besucht haben, wirken die Menschen freier, fröhlicher, aufgeschlossener und glücklicher als in Cuba. Die meisten sind auch nicht reich, aber sie haben zumindest genug zum Leben.

Cubas Hauptstadt Havanna
Santiago de Cuba – Die Wiege der Revolution
von diesem Balkon aus verkündete Fidel Castro 1959 den Sieg der Revolution
Jamaika
Traumstrand Varadero
Wir haben den Urlaub genossen

4 Tage Berlin 2020

Die 4 Tage in Berlin waren lehrreich und interessant. Nicht alles ist schön – es bleibt noch viel zu tun. Ich habe keinen Koffer in Berlin und bin gerne wieder zurück nach Bayern & Bamberg gefahren.

Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – woher kommen diese Ideale?

Für viele sind diese Ideale nicht durch des Christentums entstanden sondern das Ergebnis der Aufklärung. Historisch gesehen haben sich die Ideale der Aufklärung nicht aus dem Nichts entwickelt sondern sie haben ihre Wurzeln im Judentum und im Christentum.

Wurzeln liegen im Christentum

Die Grundrechte sind grundgelegt in der „biblischen Gottesebenbildlichkeit des Menschen“. Dass alle Menschen die gleiche Würde besitzen war in der griechischen und in der römischen Antike undenkbar. Sie war und ist auch undenkbar in der gesamten chinesischen und der islamischen Geschichte. Bis zum heutigen Tag werden die Menschenrechte nur in den Staaten anerkannt, wo Judentum und Christentum eine wesentliche Rolle gespielt haben. Nicht in China und nicht in den muslimisch geprägten Staaten.

Rückbesinnung kann Orientierung stiften

Ich halte es für notwendig, immer wieder daran zu erinnern, denn ich bin zutiefst überzeugt, dass die Rückbesinnung auf Gott und auf christliche Werte gerade in unserer Gesellschaft Orientierung geben, Hilfestellung leisten und Frieden stiften kann.

Haben wir wirklich keine anderen Sorgen?

Wir diskutieren in Bamberg über den Namen der „Mohren“ Apotheke, über die Bilder von Bayerlein im Rathaus und jetzt über die Steinfiguren „Ecclesia“ und „Synagoge“ am Fürstenportal des Bamberger Dom.

„Political correctness Apostel“ erklären uns die Welt

Die Dom-Statuen sind Teil eines Gesamtkunstwerkes am Fürstenportal des Bamberger Dom. Sie stammen aus dem 13. Jahrhundert und gelten kunsthistorisch als großartige Skulpturen der Gotik. „Ecclesia“ blickt selbstbewußt und statisch in die Zukunft und symbolisiert die christliche Kirche. „Synagoge“ trägt eine Binde vor den Augen. Sie wirkt nicht erniedrigt sondern zart und elegant und symbolisiert das Judentum. Die beiden Figuren stehen einander gegenüber und weisen auf die problematische Beziehung beider Religionen zueinander hin. Die verbundenen Augen der „Synagoge“ sind auf Jesus Christus bezogen und sollen sagen, das Judentum habe nicht erkannt, dass Jesus der Messias ist.

… ihre Arroganz wird zunehmend unerträglicher

Die Arroganz derer, die uns erklären, was wir denken und sagen dürfen, um aus ihrer Sicht nicht als antisemitisch, rassistisch oder rechtsradikal eingestuft zu werden, wird zunehmend unerträglicher. Jede Zeit hat ihre Sichtweise. Zu glauben, nur unsere Zeit besitze die Fähigkeit, im nach hinein zu beurteilen, was in der Vergangenheit richtig und „politisch korrekt“ war, ist ein unverzeihlicher Irrtum.

Appell

Wir sollten die Skulpturen im Dom belassen und diejenigen entlassen, die dem Zeitgeist hinterherlaufen und sich anmaßen, einmalige, weltberühmte Skulpturen, die Menschen über Jahrhunderte begeistert haben urplötzlich als antisemitisch zu verunglimpfen. Über die Geschichtsblindheit und Überheblichkeit der selbsternannten „Gutmenschen“ unserer Zeit kann man nur mit dem Kopf schütteln.

„Wir sind im Krieg“

„Wir sind im Krieg“ sagte der französische Präsident Macron im Bezug auf die Corona Pandemie. Solche Formulierungen sind gefährlich. Sicher ist in Krisenzeiten die Exekutive in besonderer Weise gefordert. Aber wir leben in einem demokratischen Staat, in dem auch in Krisenzeiten das Gewaltenteilungsprinzip gilt.

Massive Beschränkung der Grundrechte

Wir leben gerade in einer Art Notstand und die Regierung reagiert darauf mit massiven Grundrechtseinschränkungen. Wir haben die Wahl zwischen Sicherheit und Freiheit. Vielen Menschen in unserem Land ist Sicherheit wichtiger als Freiheit. Das erklärt auch die hohe Zustimmung der Bevölkerung zu härteren Maßnahmen

Gefahr autoritärer Strukturen

Eine solche Entwicklung ist nicht ungefährlich. Autoritäre Strukturen können sich verfestigen und die Menschen gewöhnen sich daran. Erosionen vollziehen sich langsam und still. Ich halte das für durchaus bedenklich!

Blick nach Ungarn

In Ungarn hat das Parlament aufgrund der Pandemie Notstandsgesetzen zugestimmt. Ministerpräsident Orban regiert jetzt allein – Wahlen finden bis auf weiteres nicht statt.

Was lernen wir aus der Trump-Ära?

Die vielen Anhänger der deutschen Anti-Amerikanismus-Bewegung sollten nach dem Abgang von Trump erkennen, dass ihre apokalyptischen Szenarien mit der Realität nichts zu tun haben sondern Wunschdenken ist, das vor allem aus ihren eigenen Abneigungen gespeist wird. Amerika hat bisher alle Herausforderungen bestanden und ist an ihnen gewachsen. Das wird auch bei Trump nicht anders sein.

nicht vergessen…..

Über 70 Mill. Amerikaner haben am 3. November für Trump gestimmt. Die Zahl der Menschen, die sich von Politik-, Wirtschaft- und Medieneliten abgestoßen und nicht verstanden fühlen, wächst – rasant an. Das sollten wir gerade in Deutschland nicht vergessen.

Political Correctness

Wir sollten aufhören, Menschen vorzuschreiben, wie sie korrekt zu leben, zu denken und zu sprechen haben, sonst werden sie sich Führern zuwenden, die ihre Sprache sprechen und die sie verstehen. Ob Trump ein Vorbote oder nur eine Episode war, ist noch lange nicht entschieden.

Die wahren Despoten dieser Welt

Nachdem Amerika und die westliche Welt Trump weitgehend unbeschadet überstanden haben, ist es nun an der Zeit, uns mit ähnlicher moralischer Klarheit und vergleichbar harten Worten den wahren Despoten dieser Welt in Peking, Moskau und Teheran zu widmen, wo Willkür und Terror herrschen und Menschenrechte mit Füßen getreten werden.

Ich bin auf den Mut und die Redlichkeit der deutschen „Gutmenschen“ gespannt.

… die Umstände sind schuld ?

„Man gibt immer

den Umständen die Schuld für das, was man ist.

Ich glaube nicht an Umstände.

Diejenigen, die in der Welt vorankommen,

gehen hin und suchen sich die Umstände, die sie wollen

und wenn sie sie nicht finden können,

schaffen sie sie selbst.“

George Bernhard Shaw

Der säkulare Staat braucht die Religion als sittliche Mitte

Die Religion ist „conditio sine qua non“ für eine Demokratie, wenn sie auf Dauer funktionieren soll. Wo das Prinzip der Selbstverantwortung vor Gott nicht gilt, wird Demokratie auf Dauer nicht gelingen, weil dem säkularen Staat die sittliche Mitte fehlt, die er braucht, die er sich selbst aber nicht geben kann. Freiheit und Religion sind wesentliche Stützen einer Demokratie.

Freiheit ohne Religion

Wenn der Freiheit die Religion fehlt, endet sie in Gleichmacherei und Beliebigkeit. Das kann man in Deutschland und in ganz Europa beobachten.

Religion ohne Freiheit

Wenn der Religion die Freiheit fehlt, endet sie in Diktatur. Das kann man in islamischen Ländern beobachten.

Geringschätzung der Religion

Ich sehe mit großer Sorge in unserem Land den Umgang mit religiösen Themen. Ich bin sprachlos, wie sehr das Grundrecht auf Religionsausübung während der Pandemie mißachtet wurde. Ich bin entsetzt darüber, wie Religion und christliche Symbole in Deutschland verhöhnt und der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Für mich ist unbegreiflich, mit welch egoistischer Selbstverständlichkeit die individuelle Freiheit über das Lebensrecht anderer gestellt wird (dazu zählt – zu meiner Studienzeit in der Rechtsprechung unbestritten – auch ungeborenes Leben!).

Das US-Filmdrama „Unplanned“

Dieser Film zeigt den aussichtslosen Kampf, den ein 13 Wochen alter Embryo im Leib seiner Mutter gegen seine Abtreibung führt. Als Abby Johnson, die Leiterin der Abtreibungsklinik in Byran, die zu „Planned Parenthood“, dem größten Anbieter vorgeburtlicher Kindstötungen in den USA gehört, dies erstmals bewußt auf dem Monitor des Ultraschallgerätes erlebt, kündigt sie ihren Job und schreibt das gleichnamige Buch, auf dem der Film basiert.

Boykottaufruf: Anti-Frauen-Film ……?

Der Film beschönigt nichts, übertreibt aber auch nichts. Er verurteilt auch nicht. Der Film zeigt keine Illusionen, er zeigt die Realität. Das erklärt auch, warum er als Anti-Abtreibung-Film, als Anti-Frauen-Film und vieles mehr verteufelt wird. Er wird boykottiert und Kino-Inhaber werden unter Druck gesetzt, damit sie ihn nicht ins Programm aufnehmen.

Mein Wunsch und meine Hoffnung

Ich hoffe sehr, dass dieser Film in möglichst vielen Kinos gezeigt wir, damit sich die Menschen selbst ein Urteil bilden können

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